Herzfelde bekommt einen Berg

Die MOZ berichtet über einen Planungsentwurf zu einem großen Berg aus Bauschutt auf dem Gelände der ehemaligen Tongruben in Herzfelde.

Droht hier eine Großdeponie für Bauschutt mit schier unendlichem LKW Kipper Verkehr und weiteren Belastungen für unsere Region?

Eine kurze überschlägige Berechnung:

1000 m lang, 50 ha, also max. 500.000 m2 -> 500 m breit und im Mittel 30 m hoch, das sind  15.000.000 m3 verdichteter Bauschutt. Bei 10 m3 = 25 t je LKW macht das mit leerer Rückfahrt 3.000.000 LKW in 25 Jahren = 120.000 LKW/Jahr,

je Werktag etwa 500 zum hier jetzt schon starken LKW Verkehr dazu!

Bei 10 h Betrieb am Tag, dann sind es 50 je Stunde!

Jede Minute noch ein LKW durch Tasdorf auf der B1 – wie soll das gehen???

Viel viel später, wenn die Deponie dann stillgelegt wird und abgedeckt werden muss, dann hat man den in Aussicht gestellten schönen Berg – so einen haben wir allerdings schon z.B.  in Hennickendorf direkt vor unserer Tür, nur nicht so hoch.

Brauchen wir mitten in unserer Seenlandschaft einen Flachwassersee auf einer Deponie? Oder neben der im dem Museumspark noch eine zweite Freilichtbühne oben auf der geplanten Deponie? Oder eine Winterrodelbahn im schneearmen Herzfelde? Eine Gaststätte im Freizeitpark, endlich mit freiem Blick auf die Schornsteine von CEMEX und Vattenfall?

Nein, hier geht es einzig und allein ums Geld verdienen – das einzige, was man hierfür braucht ist die Genehmigung. Freilich muss auch der künftige Bauschutt irgendwo hin – aber warum gerade wieder hierhin, wo die Gesamtluftbelastung, insbesondere die verkehrliche, ausweislich der Messdaten in Herzfelde schon jetzt eine der höchsten in ganz Deutschland ist? Insofern ist die Aussage „Die Materialien sollen möglichst per Zug angeliefert werden“ zwar als überaus vorbildlich anzusehen, anderseits ist dies aber auch ein Indiz dafür, das auch weiter entfernt anfallender Bauschutt ausgerechnet in Herzfelde aufgetürmt werden soll, denn Ziel der Gesellschaft sind „Abfallwirtschaft und Entsorgungsanlagen auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und angrenzenden EU-Staaten“.

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