Weitere Hintergründe und Infos zur geplanten Deponie

In der MOZ war vom Bürgermeister zu lesen:
https://www.moz.de/landkreise/maerkisch-oderland/strausberg/artikel8/dg/0/1/1693375/

„Die Gemeinde sei von dem Antrag der Firma überrascht worden, sagte er. Am 30. Oktober habe es noch ein Gespräch mit der HKV gegeben, bei dem davon nicht die Rede war. “

Seltsam, worüber sprach dann „die Gemeinde“ mit der HKV? Uns bekannt ist nur, dass bereits im Februar 2018 die HKV versucht hat ihren Antrag zur Errichtung der Deponie im „nichtöffentlichen“ Verfahren vom Landesumweltamt genehmigen zu lassen – War das der Gemeinde bekannt? Damit ist die HKV zum Glück gescheitert, rechtlich gesehen existiert dieser Antrag deshalb nicht mehr.

Wer ist eigentlich die HKV?

Sie gehört zu gleichen Teilen diesen 3 sehr großen Gesellschaftern:

Die Geschäftsführer sind:

  • Detlef Heise, Berlin
  • Thomas Pilawa, Kirchen-Freusburg
  • Volker Seemann, Hamburg

Was macht die HKV?

„Die Gesellschaft soll in den Bereichen Abfallwirtschaft und Entsorgungsanlagen auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und angrenzenden EU-Staaten tätig werden durch Abschluss und Abwicklung von Entsorgungsverträgen, Dienstleistungen für Erfassung, Transport und Behandlung von Abfällen, Betreiben einer Mineralstoffdeponie.“

  • „Soll … tätig werden“ – richtig, so steht es seit Mitte 2015 im Handelsregister. Aber ist sie schon tätig? Vielleicht weiß das „Die Gemeinde“, da sie doch Gespräche mit der HKV führte, zuletzt am 30. Oktober?
  • Das jedenfalls berichtet ein Gesellschafter selbst über die jetzige Tätigkeit der HKV:

http://daw.com/ueber-uns/unternehmensuebersicht/

„Die HKV Herzfelder Kreislaufwirtschafts- und Verwertungs GmbH ist in Zusammenarbeit mit ihrer Schwestergesellschaft BVO Bodenverwertung Ost GmbH ein zuverlässiger und stabiler Verwertungspartner für die Berliner Bauindustrie im Bereich mineralische Abfälle. Am Standort in Rüdersdorf bei Berlin, Ortsteil Herzfelde, bedingen und ergänzen sich die beiden Unternehmen aufgrund ihrer gleichgelagerten Geschäftstätigkeit erfolgreich bei der Lösung von Entsorgungsvorhaben.
Während die HKV GmbH als Eigentümerin bergrechtlich genutzter Flächen die Rechte und Pflichten der Renaturierung der aufgeschlossenen Tontagebaue mit mineralischen Abfällen zu erfüllen hat, mithin also eine Kapazität zur Verwertung von mineralischen Abfällen bereitstellen kann, verfügt die BVO GmbH über die geeignete und genehmigte Anlagentechnik, die mineralischen Abfälle tagebaugerecht aufzubereiten und fachlich fundiert einzubauen.

Das geht aber nicht immer gut, wie hier über den anderen Gesellschafter, die Eggers Umwelttechnik GmbH nachzulesen ist: „Eine Entsorgungsfirma in Brandenburg hat hoch belasteten Arsenboden kurzerhand vergraben“

https://www.focus.de/politik/deutschland/skandal-gruenes-gift-aus-bayern_aid_192030.html

Und der dort zitierte Volker Seemann ist auch bei der HKV Geschäftsführer …

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