BSR-Biomassezentrum Hennickendorf – nicht an diesem Standort!

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) plant auf ihrem Gelände in Hennickendorf ein groß dimensioniertes Biomassezentrum. Der Bebauungsplan Nr. 53 soll dafür die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen.

Die Bürgerinitiative Gesund Leben am Stienitzsee e. V. (BI GLAS) und viele Bürger*innen aus der Region lehnen dieses Vorhaben konsequent ab.

Auf dieser Seite finden Sie Fakten, Hintergründe und unsere Stellungnahmen zum geplanten BSR-Biomassezentrum.

Warum?

Nur rund 130 Meter bis zu einem unersetzlichen Naturraum

In nur rund 130 Metern Entfernung liegt das europäische FFH-Gebiet „Herrensee, Lange-Damm-Wiesen und Barnimhänge“.

Die Lange-Damm-Wiesen gehören zu den naturschutzfachlich besonders wertvollen Moorgebieten Brandenburgs. Seltene Moor- und Feuchtlebensräume, Quellen und eine außergewöhnliche Artenvielfalt prägen dieses Gebiet.

Für uns sind die Lange-Damm-Wiesen ein unersetzlicher Naturraum, den es dauerhaft und für zukünftige Generationen konsequent zu schützen gilt.

Bioaerosole, Gerüche und weitere Emissionen

Wo große Mengen biologischen Materials angenommen, gelagert und verarbeitet werden, entstehen Bioaerosole, Gerüche und weitere Emissionen.

Wir sehen erhebliche Kritikpunkte bei der Frage, ob die Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und das angrenzende Schutzgebiet ausreichend untersucht und bewertet wurden.

Berliner Bioabfall – Belastungen für Hennickendorf

Seit vielen Jahren wird Bioabfall aus Berlin mit Lkw nach Hennickendorf transportiert. Damit verbunden sind weite Transportwege, Verkehr, Lärm und CO₂-Emissionen.

Wir fragen: Ist es ökologisch sinnvoll, Berliner Bioabfälle dauerhaft per Lkw ins Umland zu transportieren? Oder werden damit Belastungen aus Berlin nach Hennickendorf verlagert – Mülltourismus auf Kosten von Mensch und Natur?

Eine Entscheidung, die Hennickendorf über Jahrzehnte prägt

Mit dem Bebauungsplan wird nicht nur über eine einzelne Anlage entschieden. Es werden die Weichen für die langfristige Entwicklung dieses Standortes gestellt.

Große Hallen und technische Anlagen, Emissionen und Verkehrsströme würden diesen Teil Hennickendorfs auf Jahrzehnte prägen und verändern.

Widerspruch zu den eigenen Entwicklungszielen

Das von der Gemeinde beschlossene INSEK 2035 (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) stellt fest, dass die Grenze der verkehrlichen Belastung auf den Straßen der Gemeinde erreicht ist und zukünftige Ansiedlungen auf verkehrsarmen Branchen basieren sollen. Der zusätzliche Lkw-Verkehr an Lärmhotspots steht zudem im Widerspruch zu den Zielen des geltenden Lärmaktionsplans.

Zugleich fordert das INSEK eine Entwicklung weg von flächen-, immissions- und verkehrsintensiven Ansiedlungen und verfolgt langfristig das Ziel eines staatlich anerkannten Erholungsortes.

Wie passt dazu ein groß dimensioniertes Biomassezentrum?

Hennickendorf ist der falsche Standort!

Die BI GLAS hat die Planungen und Gutachten intensiv geprüft und ihre Einwände im Beteiligungsverfahren ausführlich begründet. Insgesamt wurden rund 180 Einwendungen gegen das Vorhaben eingereicht – von Bürgerinnen und Bürgern ebenso wie von Organisationen und Verbänden.

Sie haben Fragen oder möchten mehr erfahren?

Wir treffen uns jeden Mittwoch um 19 Uhr im Bürgerhaus Hennickendorf.

Kommen Sie gern vorbei – wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen, informieren über den aktuellen Stand und freuen uns auf den persönlichen Austausch.

Sie sind herzlich willkommen!

Informieren. Hinterfragen. Einmischen.

Gesund Leben am Stienitzsee e. V. – BI GLAS

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