Pressemitteilung: Humantoxikologisches Gutachten in Rüdersdorf vorgestellt

Humantoxikologisches Gutachten erster Meilenstein
Dauerhafte Messstation für Rüdersdorf gefordert

Die Bürgerinitiative „Gesund Leben am Stienitzsee“ e.V. sieht die gestrige Präsentation des von der Gemeinde Rüdersdorf in Auftrag gegebenen Humantoxikologischen Gutachtens, als ersten Meilenstein für die Bewertung der Gesamtschadstoffbelastung der Bevölkerung in Rüdersdorf.
Gutachter Dr. Kruse konnte zum Teil leider nur auf die Messdaten zurückgreifen, die zwischen 2007 und 2010 in einer Messstation des LUGV gesammelt wurden. Auf Grund der teilweise nicht aktuellen Datenquellen konnte keine abschießende Wertung der Gesamtimmission vorgenommen werden.
Die Bürgerinitiative fordert, dass jetzt weitere Schritte folgen müssen. Die von ihr erhobene Forderung einer dauerhaften Messstation wurde vom Gutachter mit Nachdruck unterstützt.
Die Bürgerinitiative unterstützt die kritische Wertung des Gutachters, dass für 7 Unternehmen im Umkreis von 10 Km keine Emissionsdaten vorliegen.
„Da das Gutachten Teil des Vattenfall Genehmigungsverfahrens geworden ist und das Gutachten nur vorläufig und nicht abschließend ist, kann es eine Entscheidung durch die Genehmigungsbehörde nicht geben, bevor nicht alle relevanten Daten verfügbar und ausgewertet sind.“ erklärte die Vorsitzende der Bürgerinitiative Dr. Ramona Schmid an die Adresse des LUGV.
Aktuelle Berechnungen des LUGV hinsichtlich des Straßenverkehrs zur Belastung mit Stickoxiden und Feinstaub, zeigen im Zentrum von Herzfelde eine signifikante Belastung. Die Bürgerinitiative befürchtet, dass die unmittelbaren Emissionen durch die Werke von CEMEX und Vattenfall diesen Zustand weiter erhöhen. Durch die Bürgerinitiative wird gerade dieser Standort im Zentrum von Herzfelde für die Messstation als wichtig erachtet.
Das Gutachten hat die Position der Bürgerinitiative nachhaltig gestützt, dass eine unmittelbare, tagesaktuelle Transparenz zur Gesamtschadstoffbelastung in Rüdersdorf nur durch eine permanente Messung möglich ist. Die Bürgerinitiative wird in dieser Forderung erst nachlassen, wenn der Messcontainer eingerichtet und die Finanzierung gesichert ist. In einer Petition an Ministerpräsident Woidke haben sich über 1100 Bürger dieser Forderung angeschlossen. Die Petition soll am 02. September im Umweltministerium übergeben werden.

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