Pressemitteilung Unterschriftenaktion für Messstationen

Pressemitteilung vom 14.7.2014

Über 1100 Unterschriften für Messstationen JETZT eingegangen, Petition soll an Ministerpräsident Woidke übergeben werden
„Aktionsbündniss gegen Müllverbrennung in Rüdersdorf“ macht Vorschlag für Standort der Messstation
Gemeindevertreter werden aufgefordert den Druck zu erhöhen

Die Bürgerinitiative „Gesund Leben am Stienitzsee e.V.“ zeigt sich nach der vorläufigen Auszählung der eingegangenen Unterschriften unter die Petition an Ministerpräsident Woidke zufrieden mit der Aktion. Über 1100 Bürger haben sich beteiligt und damit ihrer Forderung Nachdruck verschafft, die Messstationen „JETZT“ durch das Landesumweltamt einzurichten. Da die Aktion noch bis zur Übergabe an den Ministerpräsidenten aufrechterhalten wird, hofft die BI noch auf weitere Unterstützer. Die BI wartet nun auf die Terminzusage aus der Staatskanzlei, um Herrn Woidke das Thema auch in einem Gespräch näher zu bringen. Eine Kernforderung ist die Messung der zusätzlichen Umweltbelastung, die von den Industrieanlagen in Rüdersdorf für die umliegenden Siedlungsgebiete ausgeht. Seit Rückbau der Messstation in 2011 wurden keine Messwerte erhoben. Die Bürgerinitiative hat die öffentliche Diskussion zur Neuerrichtung solcher Messstellen nachhaltig initiiert und die politischen Entscheidungsträger, Bürgermeister und Landrat in Ihrer Forderung gegenüber der Umweltministerin unterstützt. Es ist für die Bürger unerträglich, dass trotz vieler Versprechungen immer noch keine Entscheidung getroffen wurde, diese Messstationen durch das LUGV einzurichten.
Das jetzt das LUGV mit der Gemeinde nach einem Standort sucht, an dem sich auch die Bürgerinitiative beteiligt, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. „Für die Festlegung der Messorte müssen Zonen nahe bevölkerungsdichter Wohn-/ Lebens-Regionen gewählt werden, wo die Akkumulation der Schadstoff-Emissionen von Verkehr, Industrie und witterungsbedingt auftreten. Die von uns favorisierte Position ist Herzfelde-Marktplatz. Als zweites erscheint uns der Standort Tasdorf durch die verkehrliche Belastung als geeignet.“ sagt Dr. Ramona Schmid erste Vorsitzende der BI. Nicht einverstanden ist die BI mit dem Vorschlag aus dem LUGV, die Messstaton an dem gleichen Standort wie 2010 aufzustellen, weil dort die Belastung durch die Verkehrsimmissionen an der B1 nicht gemessen werden können. „Das Aufstellen einer Messstation macht für uns nur Sinn, wenn sie die Gesamtbelastung einer besonders stark betroffenen Bevölkerung durch Luftschadstoffe erfasst,“ sagt Jürgen Rudorf, Experte der BI. In einem Brief an die neugewählten Gemeindevertreter fordert das Aktionsbündniss, die Unterstützung und den politischen Druck für die Errichtung der Messstation zu erhöhen. Die BI erwartet eine breite Unterstützung über alle Parteien hinweg, um dieser berechtigten Forderung Nachdruck zu verschaffen.
Zu messen ist das Schadstoff-Spektrum gemäß der „Konzeption zur Überwachung der Luftqualität im Land Brandenburg 2010-2014 (KÜL 2010), wie z. B. Feinstaub PM 10 und PM 2,5, Schwermetalle wie Quecksilber, Thallium, Antimon, Dioxine, Furane und BETX (=Benzol, Ethylbenzol, Toluol, Xylol), polyzyklische aromatische KW-Stoffe (PAK), OZON.

Pressemitteilung der BI vom 14.7.2014, vorläufiges Ergebnis der Unterschriftenaktion für Messstationen

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